TELC B2 exams
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
LeseverstehenTeil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
a
Digitale Nachbarschaftshilfe lebt von echter Begegnung
b
Engagiert helfen – aber nicht zu viel auf einmal
c
Gesprächsrunden als schnellster Weg gegen Vorurteile
d
Miteinander anpacken statt nur reden
e
Nachbarschafts-App nur mit Abo brauchbar
f
Senioren als Stützen des Vereins
g
So gelingt der Start ins Sprachtandem
h
Stadtteilfeste in der Hand der Kommune
i
Wenn aus Nachbarn Freunde werden
j
Zusammenschluss zweier Sportvereine beschlossen
1
Fast jeder dritte Sportverein in Thüringen hat im vergangenen Jahrzehnt Mitglieder verloren, meldet der Landessportbund Thüringen. Besonders betroffen sind kleine Vereine auf dem Land, in denen der Nachwuchs oft nicht mehr für eine einzige Mannschaft reicht. Zugleich verschiebt sich die Altersstruktur im Ehrenamt: Mehr als die Hälfte der Übungsleiterstunden wird inzwischen von Mitgliedern geleistet, die älter als 60 sind – vor zehn Jahren war es ein Drittel. Beim TSV Grün-Weiß Pößneck etwa trainiert der frühere Werkzeugmacher Tobias Halbach (66) drei Kindergruppen, weil sich unter den Berufstätigen niemand fand. Ganz aufgeben will der Verein trotzdem nicht: Der Vorstand hat vorgeschlagen, sich mit dem Nachbarclub SV Orlatal zusammenzuschließen, um Halle, Trainer und Fahrdienste künftig zu teilen. Ob es dazu kommt, entscheiden die Mitglieder erst auf der Versammlung im November. Der Landessportbund begrüßt solche Pläne, warnt jedoch, ohne die Älteren sei der Vereinssport in vielen Dörfern schon heute nicht mehr denkbar.
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
2
Jeden Donnerstagnachmittag ist der Ecktisch im Stadtteilcafé „Lichtblick“ in Wuppertal-Barmen reserviert. Dort sitzen Gudrun Pflüger (68) und Kasim Yıldırım (35), vor sich zwei Kännchen Tee und ein zerlesenes Vokabelheft, das sie längst kaum noch aufschlagen. Vor anderthalb Jahren hatten sich die pensionierte Buchhändlerin und der Elektriker, der im Haus gegenüber wohnt, über einen Aushang gefunden: eine Stunde Deutsch, eine Stunde Türkisch, einmal pro Woche – so stand es auf dem Zettel im Café. „Am Anfang habe ich Sätze auswendig gelernt wie für eine Prüfung“, erzählt Yıldırım und lacht. „Heute streiten wir über Fußball und vergessen dabei, in welcher Sprache.“ Aus dem Tandem ist mehr geworden: Pflüger war zur Hochzeit von Yıldırıms Schwester eingeladen, er repariert dafür schon mal ihre Lampen. Obwohl beide betonen, wie viel sie sprachlich voneinander gelernt haben, ist das Wichtigste für sie etwas anderes. „Ich habe einen Freund gewonnen“, sagt Pflüger, „das stand auf keinem Aushang.“
3
Sie möchten sich im Viertel vernetzen, kennen aber kaum jemanden im Haus? Nachbarschaftsplattformen wie „Klingelschild“ versprechen Abhilfe: Dort lässt sich eine Bohrmaschine leihen, eine Mitfahrgelegenheit zum Wochenmarkt finden oder ein Helfer für den Umzug suchen. Die Anmeldung dauert keine fünf Minuten, ein Abo verlangen die meisten Anbieter nicht; finanziert werden die Dienste über lokale Anzeigen. Damit die digitale Hilfe wirklich ankommt, sollten Sie einige Regeln beachten: Formulieren Sie Gesuche konkret, antworten Sie zügig und geben Sie Ihre Adresse erst preis, wenn ein Treffen vereinbart ist. Vor allem aber sollten Sie sich nicht allein auf den Bildschirm verlassen. Erfahrungen aus Ludwigshafen zeigen, dass solche Plattformen vor allem dort funktionieren, wo sich die Nachbarn ohnehin vom Treppenhaus oder Spielplatz kennen; wo niemand grüßt, bleibt auch der Bildschirm leer. Zeigen Sie sich deshalb auch offline: beim Hoffest, im Hinterhof, am schwarzen Brett. Wer beides verbindet, findet schneller Hilfe als mit jeder noch so guten App.
4
Wie kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft einander wirklich näher? Ein Team des Instituts für Soziologie der Universität Jena hat dazu drei Jahre lang Begegnungsprojekte in vier Städten begleitet – vom moderierten Gesprächskreis bis zur gemeinsamen Fahrradwerkstatt. Das Ergebnis überrascht: Distanz zwischen Gruppen schrumpfte am schnellsten dort, wo zusammen gekocht, repariert oder geprobt wurde, nicht dort, wo über Zusammenleben gesprochen wurde. Obwohl viele Programme weiter auf moderierte Gesprächsrunden setzen, wirkten diese in der Studie deutlich schwächer. Die Studienleiterin erklärt das so: Beim gemeinsamen Tun sei die Herkunft plötzlich Nebensache, weil alle auf ein Ziel schauten – auf das Bühnenstück, das Regal, den Eintopf. Man begegne sich als Könner, nicht als Vertreter einer Gruppe. Wer dagegen im Stuhlkreis über Vorurteile diskutiere, bleibe genau in der Rolle, die das Treffen eigentlich überwinden solle. Für die Praxis empfiehlt die Studie deshalb Projekte zum Anfassen, an deren Ende ein sichtbares gemeinsames Ergebnis steht.
5
Wer beim nächsten Stadtteilfest nicht nur Gast sein, sondern selbst mitwirken will, sollte sich früh melden: Die meisten Feste werden nicht von der Stadt organisiert, sondern von Stadtteilvereinen – die Kommune stellt in der Regel nur die Fläche und erteilt die Genehmigung. In Bremerhaven etwa beginnt der Verein „Lehe verbindet“ bereits acht Wochen vorher mit der Planung und sucht rund 40 Helferinnen und Helfer; wer dabei sein will, sollte sich spätestens drei Wochen vor dem Termin anmelden. Übernehmen Sie zum Einstieg lieber eine kleine, klar umrissene Aufgabe: zwei Stunden am Kuchenstand, den Auf- oder den Abbau, die Betreuung eines Spielangebots. So lernen Sie Abläufe und Menschen kennen, ohne sich zu überfordern. Erfahrene Organisatoren raten davon ab, gleich beim ersten Mal die Gesamtkoordination zu übernehmen – wer sich übernimmt, kommt selten wieder. Wer sich dagegen regelmäßig in kleinen Einsätzen einbringt, bleibt oft jahrelang dabei, und manch ein Helfer tritt später dem Verein bei.
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Höch Modellprüfung — TELC B2

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What's included

  • Access to all premium exams
  • AI writing feedback for Schriftlicher Ausdruck
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This practice exam covers the written part of the TELC B2 examination, following its exact format and scoring criteria.

Duration

140 min

Passing Score

135 / 225

Written Exam Structure

90 minutes total

Leseverstehen (Reading)

20 points33% of total

Sprachbausteine (Language elements)

20 points13% of total
20 minutes total

Hörverstehen (Listening)

20 points33% of total
30 minutes total

Schriftlicher Ausdruck (Writing)

15 points20% of total

About the TELC B2 Exam

The TELC B2 German exam is a standardized test that assesses your ability to communicate in German at an upper-intermediate level. It covers all four language skills: reading, listening, writing, and speaking.

Our model tests are designed to replicate the exact format, difficulty, and scoring criteria of the official TELC B2exam. By practising with our model tests, you'll familiarize yourself with the exam structure and be better prepared for the actual test.

Exam Structure

The written part of the TELC B2 exam consists of:

  • Leseverstehen (Reading): Tests your ability to understand written German texts. You'll need to identify main ideas, specific details, and implied meanings.
  • Sprachbausteine (Language elements): Focuses on grammar and vocabulary. You'll complete texts by choosing the right words or grammatical forms.
  • Hörverstehen (Listening): Assesses your ability to understand spoken German in different contexts.
  • Schriftlicher Ausdruck (Writing): Tests your ability to write texts in German, such as emails, letters, or short essays.

Scoring and Certification

To pass the TELC B2, you need to score at least 135 out of 225 points in the written part. The certification is widely recognized by employers and educational institutions in German-speaking countries.

With our premium access, you get multiple complete practice exams with detailed feedback and performance analytics to help you identify your strengths and areas for improvement.

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