TELC B2 Modelltests
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
LeseverstehenTeil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
a
Alt werden im eigenen Zuhause
b
Erste Bußgelder für leerstehende Wohnungen verhängt
c
Gemeinsam günstiger zur eigenen Wohnung
d
Große Wohnungen für Familien, kleine für Senioren
e
Immer mehr Platz für immer weniger Menschen
f
Neubau entlastet den Wohnungsmarkt
g
Stadt macht Druck bei ungenutztem Wohnraum
h
Tipps für den erfolgreichen Wohnungstausch
i
Vermieter übernehmen den barrierefreien Umbau
j
Warum Baugemeinschaften an den Kosten scheitern
1
Vier Jahre lang haben Katrin Loheide (38) und ihr Mann Jonas (41) an ihrem Traum gearbeitet – nun stehen sie im Rohbau ihres künftigen Zuhauses im Münsteraner Süden. Gemeinsam mit sieben anderen Haushalten haben sie sich zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen, statt eine fertige Wohnung vom Bauträger zu kaufen. „Wir haben jede Steckdose selbst mitgeplant“, erzählt Katrin Loheide. „Das kostet Nerven, aber man weiß am Ende genau, wofür man bezahlt.“ Die Gruppe kaufte das Grundstück von der Stadt, beauftragte ein Architekturbüro und vergab die Bauarbeiten selbst. Jede Entscheidung, von der Fassade bis zum Fahrradkeller, wurde von den künftigen Nachbarn gemeinsam getroffen. Dafür trafen sich die acht Parteien über Monate hinweg alle zwei Wochen, oft bis spät in den Abend. Der Aufwand hat sich gelohnt: Trotz gestiegener Baukosten liegt der Endpreis pro Quadratmeter deutlich unter dem, was Bauträger in Münster derzeit verlangen. Im Herbst wollen alle acht Haushalte einziehen – den Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss haben sie gleich mitgeplant.
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2
Der Stadtrat von Mainz hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit eine Satzung gegen dauerhaften Wohnungsleerstand beschlossen. Eigentümer, die eine Wohnung länger als sechs Monate ohne nachvollziehbaren Grund leer stehen lassen, müssen künftig mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen. Nach Angaben der Stadtverwaltung stehen in Mainz rund 1.700 Wohnungen seit mehr als einem Jahr leer, während viele Familien vergeblich bezahlbaren Wohnraum suchen. Oberbürgermeisterin Sabine Reuther sagte, die Stadt könne es sich nicht länger leisten, dass bewohnbarer Raum ungenutzt bleibe; die Satzung sei ein deutliches Signal an alle Eigentümer. Der Eigentümerverband Haus & Grund kündigte dagegen an, die Regelung rechtlich prüfen zu lassen; man sehe darin einen unzulässigen Eingriff in das Eigentumsrecht. In Kraft tritt die Satzung erst im kommenden Frühjahr; bis dahin will die Verwaltung ein eigenes Sachgebiet aufbauen, das Verdachtsfälle prüfen soll. Erste Verfahren, so hieß es aus dem Rathaus, seien deshalb frühestens im Sommer zu erwarten.
3
Obwohl in Deutschland zuletzt so viele Wohnungen gebaut wurden wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr, bleibt der Wohnungsmarkt in vielen Städten angespannt. Eine Studie des Instituts für Stadtforschung der Universität Konstanz liefert dafür nun eine Erklärung: Die Wohnfläche pro Person wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich. Lebte ein Bundesbürger 1991 im Durchschnitt auf 35 Quadratmetern, sind es heute mehr als 47. „Der Neubau wird von unserem steigenden Platzbedarf gewissermaßen aufgefressen“, erklärt Studienleiterin Annette Griesbach. Verantwortlich sei vor allem die wachsende Zahl der Ein-Personen-Haushalte, die inzwischen mehr als 40 Prozent aller Haushalte ausmachen. In Großstädten liege ihr Anteil sogar noch deutlich höher. Auch ältere Menschen, deren Kinder längst ausgezogen seien, behielten häufig ihre großen Wohnungen. Die Folge: Selbst dort, wo gebaut wird, entsteht rechnerisch kaum zusätzlicher Raum für neue Bewohner. Solange der Platzbedarf weiter steige, so das Fazit der Studie, könne auch ein anhaltender Bauboom die Lage auf dem Wohnungsmarkt kaum entspannen.
4
Die Badewanne wird zum Hindernis, die Türschwelle zur Stolperfalle: Viele ältere Menschen denken deshalb über einen Umzug nach. Dabei ist das Verlassen der vertrauten Umgebung oft gar nicht nötig, denn mit einigen gezielten Umbauten lässt sich die eigene Wohnung an die Bedürfnisse des Alters anpassen. Besonders wirksam sind eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe im Bad und Türen mit mindestens 80 Zentimetern Breite. Wenn Sie zur Miete wohnen, brauchen Sie für bauliche Veränderungen zwar die Zustimmung des Vermieters – organisieren und beantragen müssen Sie den barrierefreien Umbau aber selbst. Unterstützung bieten die Wohnberatungsstellen der Landkreise: Dort wird kostenlos geprüft, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche Zuschüsse infrage kommen. Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme, die staatliche Förderbank vergibt zusätzlich zinsgünstige Kredite. Planen Sie trotzdem frühzeitig, denn zwischen Antrag und Fertigstellung vergehen oft mehrere Monate. Wer rechtzeitig umbaut, kann bleiben, wo er sich zu Hause fühlt.
5
Seit dem Tod ihres Mannes lebte Ingrid Hartkopf (74) allein auf 96 Quadratmetern in Lübeck-St. Gertrud. „Die Wohnung war voller Erinnerungen, aber für mich allein einfach zu groß“, sagt die frühere Buchhändlerin. Gleichzeitig suchte eine junge Familie aus derselben Genossenschaft seit zwei Jahren vergeblich etwas Größeres. Zusammengebracht hat beide das Tauschprogramm der Lübecker Wohnungsgenossenschaft Trave-Heimstätte: Wer eine zu groß gewordene Wohnung abgibt, bekommt eine kleinere aus dem Bestand – und behält dabei seine alte Quadratmetermiete. „Wir verteilen den Wohnraum, den wir schon haben, einfach passender“, erklärt Mitarbeiterin Bettina Cordes, die die Tauschpartner begleitet, Besichtigungen organisiert und beim Umzug hilft. Auf diese Weise hat die Genossenschaft bereits 42 Tauschpaare vermittelt. Ingrid Hartkopf wohnt heute zwei Straßen weiter in zwei hellen Zimmern, die Familie Yildirim mit ihren drei Kindern in ihrer früheren Wohnung. „Manchmal treffen wir uns im Hof“, erzählt die 74-Jährige, „dann zeigen mir die Kinder, was aus meinem alten Wohnzimmer geworden ist.“
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Rilke Modellprüfung — TELC B2

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Das ist drin

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Dieser Modelltest deckt den schriftlichen Teil der TELC B2 Prüfung ab, mit genau dem Format und der Bewertung der echten Prüfung.

Dauer

140 Min.

Bestanden ab

135 / 225

Aufbau der schriftlichen Prüfung

90 Minuten insgesamt

Leseverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte

Sprachbausteine

20 Punkte13 % der Gesamtpunkte
20 Minuten insgesamt

Hörverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte
30 Minuten insgesamt

Schriftlicher Ausdruck

15 Punkte20 % der Gesamtpunkte

Über die TELC B2 Prüfung

Die TELC B2 Prüfung ist ein standardisierter Deutschtest. Geprüft wird, ob Sie sich auf gehobenem Niveau auf Deutsch verständigen können, in allen vier Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.

Unsere Modelltests haben genau das Format, das Niveau und die Bewertung der offiziellen TELC B2 Prüfung. Wer damit übt, kennt am Prüfungstag jede Aufgabe schon und kann sich ganz auf die Antworten konzentrieren.

Aufbau der Prüfung

Der schriftliche Teil der TELC B2 Prüfung besteht aus:

  • Leseverstehen: Prüft, ob Sie deutsche Texte verstehen. Sie müssen Hauptaussagen, Details und versteckte Bedeutungen erkennen.
  • Sprachbausteine: Grammatik und Wortschatz. Sie ergänzen Texte mit den richtigen Wörtern oder Formen.
  • Hörverstehen: Prüft, ob Sie gesprochenes Deutsch in verschiedenen Situationen verstehen.
  • Schriftlicher Ausdruck: Prüft, ob Sie Texte auf Deutsch schreiben können, zum Beispiel E-Mails, Briefe oder kurze Aufsätze.

Bewertung und Zertifikat

Um die TELC B2 Prüfung zu bestehen, brauchen Sie im schriftlichen Teil mindestens 135 von 225 Punkten. Das Zertifikat wird von Arbeitgebern und Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum anerkannt.

Mit Premium bekommen Sie mehrere komplette Modelltests mit ausführlicher Korrektur und Auswertung. So sehen Sie genau, was schon sitzt und wo Sie noch Punkte holen können.

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