TELC B2 Modelltests
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
LeseverstehenTeil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
a
Ältere scheitern an der Ausweis-PIN
b
Der unterschätzte Personalausweis
c
Digitale Angebote ersetzen die Lokalzeitung
d
Freiwillige helfen beim digitalen Amt
e
Jugendliche wollen in der Kommunalpolitik mitreden
f
Kreis setzt trotz Kritik aufs Netz
g
Ohne Internet kein Termin im Bürgerbüro
h
Schülerinnen setzen Jugendrat im Stadtrat durch
i
Tipps – so gelingt der Behördengang im Internet
j
Wo die Lokalzeitung fehlt, leidet die Demokratie
1
Dienstags und donnerstags ist im Stadtteiltreff Flensburg-Mürwik jeder Platz besetzt. Dann helfen ehrenamtliche Digitallotsen Menschen, denen der Behördengang im Internet Mühe macht. Eine von ihnen ist Gisela Petersen (71), früher Postbeamtin. Formulare kennt sie aus vier Jahrzehnten Schalterdienst. „Ich fülle nichts aus. Die Leute machen alles selbst, ich sitze nur daneben und erkläre“, sagt sie. Wer den Wohngeldantrag oder die Anmeldung eines Autos online erledigen will, bringt seine Unterlagen mit und arbeitet am Bildschirm – Petersen greift nur ein, wenn es hakt. Viele Ratsuchende sind Ältere, doch längst kommen auch Berufstätige, die an unverständlichen Formularen verzweifeln. Getragen wird das Angebot vom Verein Nachbarschaft Mürwik, der zwölf Lotsinnen und Lotsen geschult hat. Bezahlt wird niemand, der Lohn ist anderer Art: „Wenn jemand zum ersten Mal allein einen Antrag abschickt und strahlt – dafür mache ich das“, erzählt Petersen, die selbst erst mit 68 ihren ersten Computer bekam.
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
2
Der Landkreis Görlitz stellt seine Verwaltung bis zum Jahresende weitgehend auf Online-Betrieb um. Kfz-Anmeldungen, Elterngeldanträge und die Terminvergabe der Bürgerbüros sollen künftig über ein zentrales Portal laufen. Man reagiere damit auf Personalmangel und lange Wartezeiten, sagte Landrätin Katrin Böhme bei der Vorstellung des Projekts; schon heute werde fast die Hälfte aller Anträge digital gestellt, und wer sein Anliegen von zu Hause erledige, verschaffe den Ämtern Zeit für kompliziertere Fälle. Im Kreistag stieß der Zeitplan dennoch auf Kritik. Die Umstellung komme zu schnell, hieß es aus mehreren Fraktionen. Mehrere Kreisräte verwiesen darauf, dass gerade in kleineren Gemeinden nicht jeder Haushalt über einen schnellen Internetanschluss verfüge. Die Verwaltung versichert deshalb, dass in allen drei Bürgerbüros eine Servicetheke bestehen bleibt: Wer ohne Internet kommt, bekommt dort weiterhin einen Termin und Hilfe beim Ausfüllen. Für das Portal hat der Kreis 1,8 Millionen Euro eingeplant, gefördert vom Freistaat Sachsen. Starten soll das neue Angebot in einer Testphase mit zunächst zwanzig Leistungen.
3
In immer mehr deutschen Regionen erscheint keine eigene Lokalzeitung mehr. Welche Folgen das hat, untersucht das Institut für Öffentlichkeitsforschung der Universität Lüneburg seit fünf Jahren. Für die aktuelle Studie wurden mehr als 4.000 Menschen in 60 Gemeinden befragt. Die Ergebnisse sind deutlich: In Landkreisen ohne eigene Redaktion lag die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen im Schnitt vier Prozentpunkte niedriger, und nur ein Drittel der Befragten konnte eine aktuelle Entscheidung des Gemeinderats nennen – anderswo war es die Hälfte. Obwohl rein digitale Nachrichtenangebote wachsen und mancher Blog über das Rathaus berichtet, ersetzen diese Angebote die tägliche Berichterstattung einer Redaktion bislang nicht. „Wo niemand mehr regelmäßig im Gemeinderat sitzt und nachfragt, verschwinden Themen aus der öffentlichen Debatte“, erklärt Institutsleiterin Annegret Wilms. Betroffen seien vor allem ländliche Räume, in denen sich der Vertrieb gedruckter Ausgaben nicht mehr lohne. Das Institut fordert deshalb, lokale Berichterstattung ähnlich wie Büchereien als Teil der öffentlichen Grundversorgung zu begreifen.
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Seit 2017 ist die Online-Ausweisfunktion in jedem neuen Personalausweis automatisch freigeschaltet: Mit dem Chip im Ausweis können sich die Besitzer im Internet ausweisen – beim Bafög-Antrag ebenso wie beim Eröffnen eines Kontos oder bei der Rentenversicherung. Genutzt wird die Funktion trotzdem selten: Nur rund 14 Prozent der Deutschen haben sie schon einmal verwendet. Dabei ist der Aufwand überschaubar; nötig sind der Ausweis, die sechsstellige PIN und ein Smartphone mit der kostenlosen AusweisApp. Warum die Zurückhaltung? Umfragen zufolge kennen viele Bürger die Funktion gar nicht, andere halten das Verfahren für kompliziert oder fürchten um ihre Daten. Fachleute halten diese Sorge für unbegründet: Der Chip sei sicherer als jedes Passwort, weil die Daten verschlüsselt und nur nach Eingabe der PIN übertragen würden. Ein praktisches Hindernis bleibt allerdings: Die PIN kommt nach der Beantragung per Brief, und wer den Brief verlegt hat, muss die Nummer neu setzen lassen. Bis mehr Menschen den Chip nutzen, dürfte es daher noch dauern.
5
Politik findet für viele Jugendliche längst im Netz statt: Laut einer aktuellen Befragung diskutieren 62 Prozent der 14- bis 19-Jährigen mindestens einmal pro Woche in sozialen Netzwerken über politische Themen – von der Klimapolitik bis zum Nahverkehr in der eigenen Stadt. In die Rathäuser findet dieses Interesse aber selten den Weg. In Fürth will eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Hardenberg-Gymnasiums das ändern. Seit dem Frühjahr erproben die 16 Jugendlichen eine Beteiligungsplattform, auf der junge Leute Vorschläge für ihr Viertel einreichen und bewerten können; über 400 Nutzerinnen und Nutzer haben sich bereits registriert. Unterstützt wird das Projekt von zwei Lehrkräften und dem städtischen Jugendamt. Nun möchte die Gruppe den Stadtrat davon überzeugen, einen festen Jugendrat einzurichten, der die Vorschläge regelmäßig ins Rathaus trägt. „Wir wollen nicht nur kommentieren, wir wollen gefragt werden“, sagt Mitgründerin Leyla Aydin (17). Im Herbst soll das Projekt im Ausschuss vorgestellt werden.
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Klee Modellprüfung — TELC B2

Das ist eine Vorschau auf unseren Premium-Modelltest für TELC B2. Schalten Sie frei und machen Sie die komplette Prüfung mit allen Teilen und ausführlicher Auswertung.

Das ist drin

  • Alle 9 TELC B2 Modelltests
  • Korrektur Ihres Schriftlichen Ausdrucks
  • Komplette schriftliche Prüfungen mit allen Teilen
  • Speichern und auf jedem Gerät weitermachen
  • Unbegrenzt Prüfungsversuche
  • Ausführliche Auswertung
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Dieser Modelltest deckt den schriftlichen Teil der TELC B2 Prüfung ab, mit genau dem Format und der Bewertung der echten Prüfung.

Dauer

140 Min.

Bestanden ab

135 / 225

Aufbau der schriftlichen Prüfung

90 Minuten insgesamt

Leseverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte

Sprachbausteine

20 Punkte13 % der Gesamtpunkte
20 Minuten insgesamt

Hörverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte
30 Minuten insgesamt

Schriftlicher Ausdruck

15 Punkte20 % der Gesamtpunkte

Über die TELC B2 Prüfung

Die TELC B2 Prüfung ist ein standardisierter Deutschtest. Geprüft wird, ob Sie sich auf gehobenem Niveau auf Deutsch verständigen können, in allen vier Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.

Unsere Modelltests haben genau das Format, das Niveau und die Bewertung der offiziellen TELC B2 Prüfung. Wer damit übt, kennt am Prüfungstag jede Aufgabe schon und kann sich ganz auf die Antworten konzentrieren.

Aufbau der Prüfung

Der schriftliche Teil der TELC B2 Prüfung besteht aus:

  • Leseverstehen: Prüft, ob Sie deutsche Texte verstehen. Sie müssen Hauptaussagen, Details und versteckte Bedeutungen erkennen.
  • Sprachbausteine: Grammatik und Wortschatz. Sie ergänzen Texte mit den richtigen Wörtern oder Formen.
  • Hörverstehen: Prüft, ob Sie gesprochenes Deutsch in verschiedenen Situationen verstehen.
  • Schriftlicher Ausdruck: Prüft, ob Sie Texte auf Deutsch schreiben können, zum Beispiel E-Mails, Briefe oder kurze Aufsätze.

Bewertung und Zertifikat

Um die TELC B2 Prüfung zu bestehen, brauchen Sie im schriftlichen Teil mindestens 135 von 225 Punkten. Das Zertifikat wird von Arbeitgebern und Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum anerkannt.

Mit Premium bekommen Sie mehrere komplette Modelltests mit ausführlicher Korrektur und Auswertung. So sehen Sie genau, was schon sitzt und wo Sie noch Punkte holen können.

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