TELC B2 Modelltests
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
LeseverstehenTeil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
a
Bürgerbusse lassen sich bequem per App bestellen
b
Eine App für Bus, Rad und Ticket
c
Gestiegene Parkgebühren zwingen Familien zum Autoverzicht
d
Grünes Licht für längere Straßenbahnstrecke
e
Ohne Premium-Abo fehlen wichtige Funktionen
f
Staufreie Städte dank moderner Ampeltechnik
g
Straßenbahn bringt Patienten direkt ins Klinikviertel
h
Umsteigen aus Überzeugung – eine Familie zieht Bilanz
i
Warum Technik den Stau nicht abschafft
j
Wenn Nachbarn den Bus fahren
1
Zwei Autos, ein Stellplatz, ständige Diskussionen ums Parken – so sah der Alltag von Katrin Hoffmeister (41) aus Kiel-Gaarden lange aus. Vor einem Jahr wagte die Lehrerin mit ihrem Mann Jens (43) ein Experiment: Einen Monat lang blieb der Zweitwagen stehen, stattdessen nutzten die beiden ein Lastenrad, Carsharing und das Monatsticket für Bus und Bahn. „Nach vier Wochen war uns klar, dass wir das Auto gar nicht vermissen“, erzählt Hoffmeister. Der Wagen wurde verkauft – aus freien Stücken, also völlig freiwillig, wie sie betont, denn die Parkgebühren im Viertel hätten sie sich weiterhin leisten können. Heute bringt das Lastenrad die Kinder zur Schule, für Großeinkäufe wird ein Carsharing-Auto gebucht. Rund 250 Euro spart die Familie im Monat, den frei gewordenen Stellplatz nutzt inzwischen ein Nachbar. „Wir haben Zeit, Geld und Nerven gewonnen“, sagt die 41-Jährige. Nur bei Regenwetter, gibt sie zu, wünsche sie sich manchmal kurz den alten Kombi zurück.
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90 MinutenLeseverstehen und Sprachbausteine
2
Der Regensburger Stadtrat hat am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit beschlossen, die geplante Straßenbahnlinie über den Hauptbahnhof hinaus bis ins Klinikviertel zu verlängern. Baureferentin Claudia Steinbauer sprach von einem wichtigen Signal: Die Strecke sei das Rückgrat des künftigen Nahverkehrs, und gerade das Klinikviertel mit seinen 8.000 Beschäftigten und täglich tausenden Patienten brauche endlich eine leistungsfähige Anbindung an die Innenstadt. Bis die erste Bahn tatsächlich fährt, wird allerdings noch viel Zeit vergehen: Zunächst muss das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden, der Baubeginn ist frühestens für das Jahr 2027 vorgesehen. Kritik kommt vor allem von der Opposition im Rathaus. Die veranschlagten Kosten von 180 Millionen Euro seien schöngerechnet, erklärte Fraktionschef Werner Obermaier; am Ende werde das Projekt den städtischen Haushalt auf Jahre belasten. Steinbauer hielt dagegen, Bund und Land übernähmen bis zu 75 Prozent der Ausgaben. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen – fest steht bisher nur der Beschluss, nicht der Fahrplan.
3
In immer mehr deutschen Städten regeln inzwischen computergesteuerte Ampeln den Verkehr. Sensoren im Asphalt und Kameras erfassen dabei, wie viele Fahrzeuge sich einer Kreuzung nähern, und passen die Grünphasen laufend an. Kombiniert mit Tempo-30-Abschnitten auf mehrspurigen Hauptstraßen soll das den Verkehr in der Stadt gleichmäßiger machen. „Es geht nicht darum, dass alle schneller ankommen, sondern dass weniger gebremst und angefahren wird“, erklärt Dr. Anke Rehberg vom DLR-Institut für Verkehrsforschung in Berlin. Ein gleichmäßiger Verkehrsfluss senke den Lärm und den Ausstoß von Schadstoffen deutlich, weil ständiges Anfahren die meiste Energie koste. Obwohl die Steuerungsmodelle immer genauer rechnen, lassen sich Staus in Spitzenzeiten kaum vermeiden. Denn sobald mehr Autos unterwegs sind, als eine Straße aufnehmen kann, hilft auch die klügste Schaltung nicht mehr weiter. Rehberg zieht daraus einen nüchternen Schluss: Die Technik könne den Verkehr erträglicher machen – überflüssig mache sie das Umdenken bei der Verkehrsplanung jedoch nicht.
4
Wer im Alltag zwischen Bus, Bahn und Leihrad wechselt, braucht bisher meist drei oder vier verschiedene Apps. Die neue Anwendung „Regiomobil“ des Verkehrsverbunds Weser-Ems will das ändern: Sie bündelt Fahrplanauskunft, Ticketkauf und die Ausleihe von Rädern in einem Programm. Im vierwöchigen Praxistest unserer Redaktion überzeugte vor allem die Grundversion, die nichts kostet. Verbindungen wurden zuverlässig angezeigt, Verspätungen erschienen in Echtzeit, und das Handyticket war schneller gekauft als am Automaten. Wer 2,99 Euro im Monat für das Premium-Abo bezahlt, bekommt zusätzlich eine werbefreie Oberfläche und eine automatische Bestpreis-Abrechnung am Monatsende. Wirklich nötig ist das nicht: Schon die kostenlose Version enthält alle Funktionen, auf die es unterwegs ankommt. Schwächen zeigte die App nur auf dem Land, wo Leihräder fehlen und manche kleine Haltestelle nicht verzeichnet war. Das Fazit fällt dennoch klar positiv aus: Wer im Verbundgebiet regelmäßig umsteigt, spart mit „Regiomobil“ Zeit und Nerven – ganz ohne Abo.
5
Wer in der Uckermark kein Auto besitzt, kommt oft nur schwer zum Arzt oder zum Einkaufen: In vielen Dörfern hält der Linienbus nur noch morgens und mittags, wenn Schüler unterwegs sind. Nach Angaben des Brandenburger Verkehrsministeriums leben landesweit fast eine Million Menschen in Gemeinden, in denen das Angebot in den vergangenen zehn Jahren ausgedünnt wurde; 38 Prozent der über 65-Jährigen dort haben keinen eigenen Wagen. In diese Lücke springen inzwischen 14 Bürgerbusvereine im ganzen Land. Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer steuern Kleinbusse über feste Routen, die die Landkreise längst aufgegeben haben. Einer von ihnen ist der pensionierte Elektriker Horst Wegener (68) aus Templin: „Ich fahre dreimal pro Woche, und der Bus ist fast immer bis auf den letzten Platz voll.“ Verkehrsforscher sehen in den Vereinen allerdings keine Dauerlösung, sondern ein Alarmsignal: Wo sich Mobilität auf freiwillige Helfer stützt, habe sich der Staat aus der Fläche zurückgezogen.
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Kafka Modellprüfung — TELC B2

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Das ist drin

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Dieser Modelltest deckt den schriftlichen Teil der TELC B2 Prüfung ab, mit genau dem Format und der Bewertung der echten Prüfung.

Dauer

140 Min.

Bestanden ab

135 / 225

Aufbau der schriftlichen Prüfung

90 Minuten insgesamt

Leseverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte

Sprachbausteine

20 Punkte13 % der Gesamtpunkte
20 Minuten insgesamt

Hörverstehen

20 Punkte33 % der Gesamtpunkte
30 Minuten insgesamt

Schriftlicher Ausdruck

15 Punkte20 % der Gesamtpunkte

Über die TELC B2 Prüfung

Die TELC B2 Prüfung ist ein standardisierter Deutschtest. Geprüft wird, ob Sie sich auf gehobenem Niveau auf Deutsch verständigen können, in allen vier Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.

Unsere Modelltests haben genau das Format, das Niveau und die Bewertung der offiziellen TELC B2 Prüfung. Wer damit übt, kennt am Prüfungstag jede Aufgabe schon und kann sich ganz auf die Antworten konzentrieren.

Aufbau der Prüfung

Der schriftliche Teil der TELC B2 Prüfung besteht aus:

  • Leseverstehen: Prüft, ob Sie deutsche Texte verstehen. Sie müssen Hauptaussagen, Details und versteckte Bedeutungen erkennen.
  • Sprachbausteine: Grammatik und Wortschatz. Sie ergänzen Texte mit den richtigen Wörtern oder Formen.
  • Hörverstehen: Prüft, ob Sie gesprochenes Deutsch in verschiedenen Situationen verstehen.
  • Schriftlicher Ausdruck: Prüft, ob Sie Texte auf Deutsch schreiben können, zum Beispiel E-Mails, Briefe oder kurze Aufsätze.

Bewertung und Zertifikat

Um die TELC B2 Prüfung zu bestehen, brauchen Sie im schriftlichen Teil mindestens 135 von 225 Punkten. Das Zertifikat wird von Arbeitgebern und Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum anerkannt.

Mit Premium bekommen Sie mehrere komplette Modelltests mit ausführlicher Korrektur und Auswertung. So sehen Sie genau, was schon sitzt und wo Sie noch Punkte holen können.

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